150. Geburtstag von Prof. Hugo Junkers

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Hier haben Sie die Möglichkeit die einzelnen Veranstaltungen, aus Anlass des 150. Geburtstages von Professor Hugo Junkers, noch einmal Revue passieren zu lassen.


PROGRAMM der einzelnen Tage
[ Do. 29.01. ]     [ Fr. 30.01. ]     [ Sa. 31.01. ]     [ So. 01.02. ]
[ Mo. 02.02. ]     [ Di. 03.02. ]     [ Mi. 04.02. ]     [ Do. 05.02. ]     [ Fr. 06.02. ]     [ Sa. 07.02. ]




Hier ein - kein Anspruch auf Vollständigkeit erhebender - Einblick in Zeitungsberichte:

  • Die Süddeutsche Zeitung schreibt:

    Ein freier Geist
    Am 3. Februar jährt sich der Geburtstag des Konstrukteurs Hugo Junkers zum 150. Mal - eine Erinnerung an den Mann, der den Weg für die moderne Luftfahrtindustrie bereitete.
    Von Sebastian Beck

    Es sieht aus wie eine nostalgische Spielzeugsammlung, die sich Bernd Junkers da in seinem Münchner Büro zusammengetragen hat. Ein ganzes Geschwader silbrig glänzender Modellflugzeuge parkt hinter seinem Sessel. Daneben stehen altertümliche Badewannen samt Warmwasserboiler im Puppenhausformat, am Fenster thronen die Miniatur-Nachbauten zweier Motoren. Ganz oben auf dem Schrank lugt ein Metallflieger hervor, auf den Junkers besonders stolz ist: Es ist das Werksmodell der Junkers W33 Bremen, mit der am 13. April 1928 die erste Überquerung des Atlantiks von Ost nach West gelang - nach 36,5 Stunden Flug. New York feierte die drei Piloten Hermann Köhl, James Fitzmaurice und Günther von Hünefeld dafür mit einer Konfettiparade.
    Konstruiert hat all diese Geräte Hugo Junkers, der Großvater von Bernd Junkers. Am 3. Februar jährt sich der Geburtstag des Unternehmers aus Dessau zum 150. Mal. Eine ganze Reihe von Ausstellungen erinnert daher in diesem Jahr an Hugo Junkers' technische Pionierleistungen, aber auch an seine moralische Standhaftigkeit, die dazu führte, dass er von den Nazis enteignet wurde.

    Sein Enkel Bernd Junkers hat sich die Verwaltung des Nachlasses zur Lebensaufgabe gemacht: Allein 200 laufende Meter Junkers-Akten hat er dem Deutschen Museum in München zur Verfügung gestellt. Vom Tagebuch bis hin zu Konstruktionsunterlagen. Unzählige Fotos hat Bernd Junkers gesichtet und digitalisiert. Doch außer viel Papier, einigen historischen Modellen und einem dunklen Schreibtisch ist wenig übrig geblieben vom Imperium des Großvaters, der 1935 starb: Das größte Erinnerungsstück, das Bernd Junkers besitzt, ist ein geripptes Alublech, das auf dem Werksgelände in Dessau gefunden wurde und nun bei ihm an der Wand hängt.

    Genau diese Bleche sind immer noch das Erkennungszeichen der Junkers-Flugzeuge. Das berühmteste von ihnen, die JU 52/3m, wurde nach 1932 fast 5000-mal gebaut. Die Schweizer Luftwaffe setzte die JU 52 sogar noch bis 1981 als Transportflugzeug an. Weltweit gibt es noch sechs flugfähige Exemplare, darunter die bekannte D-AQUI der Lufthansa, die in den Sommermonaten auf Rundflügen über Deutschland brummelt. Die dreimotorige JU 52 markiert den Endpunkt der Flugzeugentwicklung bei Junkers, die im Jahr 1910 begann und den Weg für die moderne Luftfahrtindustrie bereitete.


  • Der MDR berichtet auf seiner Internetdarstellung:

    Festakt zum 150. Geburtstag
    Böhmer würdigt Flugzeugbauer Junkers
    Anlässlich des 150. Geburtstages des legendären Dessauer Flugzeugbauers Hugo Junkers (1859-1935) hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer die Leistungen des "Vaters der europäischen Luftfahrt" gewürdigt. Junkers Visionen hätten das Leben verändert, sagte Böhmer am Dienstag in seiner Laudatio zum Festakt in der Dessauer Marienkirche. Böhmer bezeichnete Junkers als "einen der großen geistigen Anreger der modernen Welt".

    Hugo Junkers und das von ihm konstruierte dreimotorige Verkehrsflugzeug Ju 52 Böhmer:
    Im technischen Gedächtnis der Menschheit Im technischen Gedächtnis der Menschheit lebe Hugo Junkers fort. Böhmer erinnerte auch an Junkers Konflikte mit den Nationalsozialisten und dessen soziales Engagement als Unternehmer. Junkers habe hauptsächlich für die zivile Nutzung der Luftfahrt gestanden. Für ihn habe Fliegen etwas Völkerverbindendes gehabt. Junkers bleibe als Forscher und Unternehmer ein Vorbild. Sachsen-Anhalt vergibt alle zwei Jahre einen Hugo-Junkers-Innovationspreis.

    "Hugo Junkers Visionen haben unser Leben nachhaltig verändert. Er ist einer der großen geistigen Anreger der modernen Welt."

    Prof. Dr. Wolfgang Böhmer (CDU)
    Ministerpräsident Sachsen-Anhalt


    Dessau veranstaltet Festwoche
    Dessau-Roßlau würdigt die Leistungen des Flugzeugkonstrukteurs und Unternehmers mit einer ganzen Festwoche. Eine Ausstellung im Rathaus-Center beleuchtet das Leben des Flugzeugbauers. Das Technikmuseum "Hugo Junkers" Dessau bietet während der gesamten Woche eine Reihe von wissenschaftlichen Vorträgen an. Am 07. Februar beschließt ein Fliegerball die Festwoche.


  • Die Mitteldeutsche Zeitung schreibt in ihrem WEB-Auftritt:

    Dessau feiert 150. Geburtstag von Junkers mit Festwoche
    Stadt erinnert an einen der großen Söhne dieser Stadt - Ausstellung im Dessauer Rathauscenter geplant
    VON ANNETTE GENS

    Mit wissenschaftlichen Vorträgen, einer Ausstellung und einem Kolloquium wird der Förderverein des Dessauer Technikmuseums ab kommender Woche an den 150. Geburtstag von Hugo Junkers erinnern. Junkers wurde am 3. Februar in Rheydt geboren. Der Unternehmer und Forscher wirkte ab Ende des 19. Jahrhunderts in Mitteldeutschland und hat beträchtliche Verdienste an der Entwicklung der Region. Festakt in der Marienkirche
    Die Ausrichtung der Festveranstaltung wird die Stadt am Geburtstag selbst übernehmen und lädt dazu am Abend des 3. Februar, 18 Uhr, in die Marienkirche ein. Zu der Feierstunde wird neben Bernd Junkers, dem Enkel von Hugo Junkers, Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer erwartet, besser gesagt, man habe in der Staatskanzlei angefragt, ob dessen Kommen möglich sei, sagte Dessau-Roßlaus Oberbürgermeister Klemens Koschig dazu.

    Zum Auftakt der Festwoche werden am 29. Januar Schüler des Fachgymnasiums im Dessauer Berufsschulzentrum, die seit Jahren den Namen Junkers trägt, an einen der bedeutendsten Männer der Stadt erinnern. Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Reiner Haseloff übernimmt die beiden folgenden Tage - am 30. und 31. Januar - die Schirmherrschaft für ein wissenschaftliches Kolloquium im Technikmuseum. Dort soll nicht nur an die technisch herausragenden Leistungen Junkers erinnert werden. Mit Prof. Matthias Tullner, Direktor des Institutes für Geschichte an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg komme einer der besten Kenner der Geschichte Mitteldeutschlands nach Dessau, freut sich Peter Kuras, Vorsitzender im Förderverein Technikmuseum, und gibt erste Einblicke in das reichhaltige Programm.

    Gesprochen werde über die CFK-Zukunftstechnologie im Flugzeugbau ebenso wie zum Thema "Von Junkers und Co zur Junkers-Bosch-Thermotechnik" (Vortrag von Michelle Strippoli, Gründer des Junkers-Museums in Wernau). Erinnert wird an Junkers-Patente als Ideen für die Zukunft ebenso wie an die Visionen eines zivilen Weltluftverkehrs und die Gründung der Luft Hansa AG. Beleuchtet wird auch Junkers Wirken als Mitglied des Kuratoriums der Moses-Mendelssohn-Stiftung zur Förderung der Geisteswissenschaften und auch an tragische Ende des Flugzeugpioniers.
    In diesem Punkt Geschichte aufzuarbeiten, "das liegt uns besonders am Herzen", meint Kuras und verweist darauf, dass Junkers noch immer sehr häufig mit den Nazis in Verbindung gebracht werde. Die Nazis hatten Junkers 1933 gezwungen, seine Patente und Aktien an das Deutsche Reich zu übertragenen. Er wurde aus der Firma gedrängt und unter Hausarrest gestellt. Junkers starb am 3. Februar 1935 in Gauting bei München. Nach seinem Tod wurde ihm in München ein Staatsbegräbnis zuteil, obwohl er sich deutlich von den Nationalsozialisten distanziert hatte, erklärte Kuras und sprach von einer Doppelstrategie der Nationalsozialisten.

    Museumskino im Center
    Das vermutlich öffentlichkeitswirksamste Unterfangen innerhalb der Festwoche wird am Montag, dem 2. Februar gestartet. Der Förderverein des Technikmuseums wird eine Ausstellung im Dessauer Rathauscenter mit Exponaten, Tafeln, einem Segelflugzeug mit 15 Metern Spannweite und einem Museumskino mit historischen Fliegerstühlen eröffnen. Die Exposition wird bis zum 7. Februar zu sehen sein. Am Abend des 2. Februar, 18 Uhr, wird das Fachgymnasium im Technikmuseum zudem das Hörbuch "Wie ich Professor Junkers erlebte" vorstellen und daraus lesen.

    Für den Briefmarkenverein Dessau-Roßlau ist es selbstverständlich, auch mit den Mitteln der Philatelie diesen großen Bürger der Stadt zu ehren. Es wird ein Ersttagsbriefumschlag herausgegeben. Es gibt zwei Sonderstempel: Einer wird im Technikmuseum geführt (Datum: 31.01.09), ein weiterer im Rathauscenter (03.02.09), wo am am 2. und 3. Februar eine Sonderpostfiliale sowie ein Briefmarkenverkaufsstand öffnet. Zudem wird am Mittwoch, dem 4. Februar, im Technikmuseum eine Medaille "Junkers 2009" präsentiert und verkauft. An diesem Tag wird der Verein außerdem über die Sanierung des historischen Windkanals auf dem Gelände des Technikmuseums in Wort und Bild berichten.
    Bis zum Beginn der Festwoche soll die A 50 - ein Sportflugzeug, das kürzlich durch einen Chemnitzer in Australien nahezu unbeschadet erworben werden konnte und vor einigen Tagen in Einzelteilen verpackt im Museums eintraf, montiert sein. Diesem Flieger ist am Freitag, 6. Februar, 17 Uhr, unter dem Thema "Von Dessau nach Australien und zurück - eine A 50 im Technikmuseums zu Gast" ein Vortrag gewidmet.

    Fliegerball zum Abschluss
    Zum Ausklang der Festwoche will der Förderverein mit Mitgliedern, Freunden und Dessauern feiern. Mit Jazz, Swing, Fox, Walzer oder Tango werden "Aphrodites Töchter" aus Leipzig zum ersten Fliegerball an die 20er Jahre erinnern. Unter der Ju 52 , dem Prunkstück des Museums und neben der A 50 wird getanzt bis in die Nacht, freut sich der Fördervereinsvorsitzende über das gelungene Programm und ist stolz, dass ein kleiner Verein, wie der des Technikmuseums aus eigener Kraft mit einer vielgestaltigen Festwoche dafür sorgt, dass die Verdienste Hugo Junkers' nicht in Vergessenheit geraten.




  • PROGRAMM der einzelnen Tage
    [ Do. 29.01. ]     [ Fr. 30.01. ]     [ Sa. 31.01. ]     [ So. 01.02. ]
    [ Mo. 02.02. ]     [ Di. 03.02. ]     [ Mi. 04.02. ]     [ Do. 05.02. ]     [ Fr. 06.02. ]     [ Sa. 07.02. ]