Geschichts- und Techniktag 2010

1:1 Nachbau Junkers "F13"

Die Junkers "F 13" verkörpert in der Geschichte der zivilen Luftfahrt einen Meilenstein, denn sie war 1919 weltweit das erste Flugzeug, bei dem die Ära der Gemischtbauweise mit Leinwand, Holz, Seilverspannung und Rohrrahmen verlassen wurde. Erstmalig wurde ein Flugzeug in Ganzmetallbauweise gefertigt, bei dem Dur-Aluminium und eine Außenhaut aus Wellblech gleichen Werkstoffes verwendet wurde. Auch eine geschlossene und beheizbare Kabine für die Passagiere stellte eine Weltneuheit dar. Dieses Flugzeug existiert in Deutschland im (fast) Originalzustand nur im Deutschen Museum in München.

Wir haben uns die Aufgabe gestellt, einen 1:1 Nachbau (Replika) einer F 13 für unser Technikmuseum "Hugo Junkers" anzufertigen. Dies ist eine anspruchsvolle Aufgabe, welche gewiß viele, viele Monate Bauzeit in Anspruch nehmen wird.

Auf dieser Web-Seite werden wir unsere Besucher über den jeweiligen Baufortschritt durch Text und Bild informieren.


(Bildquelle: Junkers Flugzeugarchiv)


Stand der Arbeiten anlässlich unseres "Geschichts- und Techniktages 2010"

Der Geschichts- und Techniktag 2010 wurde zum Anlaß genommen, den derzeitigen Arbeitsstand beim Nachbau der Junkers F13 vorzustellen. Herr Dipl.-Ing. Eberhard Sohr konnte den Teilnehmern der Veranstaltung an Hand eines interessanten und umfangreichen Vortrages die bisherigen Etappen beim Nachbau unserer F13 darlegen.
Dem Vortrag hörten ca. 200 Gäste zu, darunter viele angereist aus dem Dresdner Raum, aber auch aus Niedersachsen, Berlin und Brandenburg.
Seinen Abschluß fand der Vortrag mit einer Podiumsdiskussion, an welcher sich unsere Gäste mit zahlreichen Diskussionsbeiträgen beteiligten.


Unsere F13 nähert sich im Anblick immer mehr dem eines Flugzeuges. Im Jahr 2010 begann nun die Anfertigung der Tragflächen, im Hintergrund ist das Gerüst mit Teilen der ersten Tragfläche bereits zu sehen. Da alle Arbeiten konstruktionsmäßig und im technologischen Ablauf so erfolgen wie seinerzeit am Original, benötigt auch alles seine Zeit.
Einige Abschnitte sowohl des Rumpfes als auch der Tragflächen werden in Zukunft nicht mit "Wellblech" verkleidet, sondern mit Plexiglas, so daß die Besucher des Museums die Möglichkeit haben, "im Original zu sehen" was sich hinter der Verkleidung befindet.



Stand der Arbeiten: Januar 2009

Nunmehr wird schon an der späteren Fluggastkabine gearbeitet.



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Auch das Rumpfendtsück, hier konkret das Höhen- und Seitenleitwerk, nehmen erste Gestalt an.


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Stand der Arbeiten: April 2008

Der "Imitat"-Motor ist eingebaut, das eigentliche Flugzeug "hochgenommen", die Räder - übrigens Originale ! - untergesetzt und entsprechende Arbeitsbühnen rings- herum aufgestellt.
Zukünftig geht es um die "Beplankung mit Wellblech" (sprich: Duralumin).

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Hier werden Schweißarbeiten am Motorblock durchgeführt. Von Aussen soll alles so aussehen wie einst an einer originalen F13.

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Hier werden Spanten für die Abdeckung des Motors angefertigt. Natürlich alles Handarbeit entsprechend den alten Zeichnungen.

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Eine letzte Kontrolle, dann können die handgefertigten Teile des zukünftigen Fahrwerkes eingebaut werden.

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Stand der Arbeiten: April 2007

Die Umrisse des Flugzeuges sind hier schon in groben Zügen zu sehen. Ein Teil der "hinter den Kulissen" gefertigten Teile sind bereits in der Ausstellungshalle zur zukünftigen F13 zusammengestellt.

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Stand der Arbeiten: August 2006

Hier entstehen entsprechend nach alten, neu erstellten technischen Zeichnungen die Spanten der F13.

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Der "Motor" der F13: Er entsteht bei dieser Replika als "optisch zum Original identisch", aber nicht funktionsfähig. Die Zylinder bestehen z.Bsp. aus Holz, welches entsprechend "verkleidet" wird.

Das "Rumpfmittelstück", welches im Rathauscenter präsentiert wurde, ist in der Museumshalle "eingezogen". Die weiteren Arbeiten geschehen nun auch unter den Augen der Museumsbesucher.

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Stand der Arbeiten: Juli 2006

Das "Rumpfgerüst" der zukünftigen F13 ist fertig. Wir werden in der Zeit vom 13. bis 22. Juli im Rathauscenter präsentieren. Natürlich werden unsere Vereinsmitglieder die Arbeit unter den Augen der Öffentlichkeit während dieser Präsentation im Rathauscenter Dessau fortsetzen.


Stand der Arbeiten: April 2006


Am 30.03.2006 übergab die Sparkasse Dessau den diesjährigen Bürgerpreis "Für mich, für uns, für Dessau!" Zu den Preisträgern gehörten auch der Förderverein Technikmuseum "Hugo Junkers" mit der Arbeitsgruppe F13. Ausschlaggebend für die Bewertung durch die unabhängige Bürgerpreis-Jury waren Kriterien wie Vorbildfunktion, Breitenwirkung und gesellschaftliche Relevanz.
(entnommen aus "Super Sonntag" vom 02.04.06)

Die Stadt- sparkasse unterstützt ehren- amtliche Projekte


Stand der Arbeiten: Februar 2006

Mit einer speziell für diese Zwecke angefertigten Vorrichtung und Technologie bekommt das Dur-Aluminium seine spezielle "Wellblechform". Die einzelnen Bleche müssen ca. 10x den Prozess durchlaufen, erst dann hat das Wellblech die richtige "Wellung".

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Das spätere Rumpfmittelstück, als erster Bauabschnitt der Maschine, wird meßtechnisch kontrolliert.

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Ein Höhepunkt des Geschichts- und Techniktages 2010 war ein sehr interessanter und hervorragend bebilderter Vortrag, gehalten durch Herrn Dr.Ing. Volkmar Esche aus Dresden. Er besuchte vor einigen Jahren die weltbekannten Washingtoner Luftfahrtmuseen und schilderte an Hand eigener Bilder seine Eindrücke.

Hier sind nachfolgend ein Bruchteil seiner Bilder zu sehen.















Im Ergebnis unseres großen Ereignisses des Jahres 2008, - 50 Jahre "152" Erstflug des ersten deutschen Düsenpassagierflugzeuges -, wurden nun anlässlich unseres Geschichts- und Techniktages 2010 zwei neue Bücher vorgestellt. Dazu hier folgende Informationen:

  • „Tragödie 152“
    Dr. Brehmer / Werner
    Preis 16,- EUR


  • „Brunolf Baade und die Luftfahrtindustrie der DDR“
    Dr. Müller
    Preis 29,90 EUR


  • Beide Bücher können über unseren Museumsshop bezogen werden.