Die J-1

Die ersten Flugzeuge waren aus Holz und Stoff gefertigt, damit konnten maximal 2 Personen befördert werden. Junkers wollte statt dessen Metall einsetzen, was seinerzeit als absolutes Novum galt und im Allgemeinen die Auffassung galt, dass „Metall nicht fliegen kann“.

1906 wurde Duraluminium (ein sehr leichtes, festes Metall) entwickelt und für Zeppeline und für die Marine verwendet. Junkers wollte dieses Duraluminium für den Bau einer eigenen Flugzeugkonstruktion einsetzen. Das Material konnte aufgrund der Auftragslage jedoch nicht geliefert werden, so verbaute Junkers statt dessen glattes Eisenblech 0,2 mm und für den Korpus ein Stahlrohrgerüst, das mit Wellblech zur besseren Stabilität beplankt wurde. Verwendung fand ebenso sein Patent No 253788, „Gleitflieger mit zur Aufnahme von nicht Auftrieb erzeugenden Teilen dienenden Hohlkörpern“.

So entstand 1915 die J-1, das erste verspannungslose und freitragende, einsitzige Ganzmetallflugzeug der Welt.

Bei ihren Probeflug überzeugte die J-1 und bewies die Umsetzbarkeit des Konzepts eines Ganzmetallflugzeugs, war jedoch aufgrund des schwachen Motors und des relativ hohen Eigengewichts nicht in der Lage, große Steigungen zu fliegen.

In unserem Museum wird derzeit die J-1 von der Arbeitsgemeinschaft Ju52/F-13/J-1 originalgetreu nachgebaut.